Austausch mit der Bahn

Vergangene Sitzungswoche hat mich der neue Konzernbevollmächtige der Deutschen Bahn für Nordrhein-Westfalen Dr. Jens Gräfer in meinem Berliner Abgeordnetenbüro besucht. Wir haben uns ausgetauscht über die Fernverkehrshalte Herford, Bünde und Bad Oeynhausen) in meinem Wahlkreis, bald anstehende Streckensanierungen und Fahrtzeit-verlängerungen auf den Strecken durch den Wahlkreis, den aktuellen Stand der Planungen zur Bahnunterführung in Kirchlengern und vor allem natürlich die Planungen um die Neubau-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld.

Ich habe dem Bahn-Bevollmächtigten von meinen Ortsterminen in Vlotho, Elverdissen und Schwarzenmoor berichtet und was die von der Deutschen Bahn weiterverfolgten Trassenkorridore bedeuten. Nämlich eine Zerschneidung der Landschaft im Kreis Herford und Bad Oeynhausen. Eine Neubaustrecke durch Elverdissen, Schwarzenmoor und Vlotho beeinträchtigt Mensch, Natur und Umwelt erheblich und die sehr hohen Kosten im zweistelligen Milliardenbereich für kilometerlange notwendige Tunnel dieser Neubauvariante stehen in keinem Verhältnis zum verkehrlichen Nutzen.

Ich halte die Einführung eines Deutschlandtakts, die Steigerung der Kapazität für den Regionalverkehr und eine gute Fernverkehrsanbindung der Region auch mit einem trassennahen Aus- und Neubau sowie der Ertüchtigung weiterer Streckenteile für möglich. Der Deutschlandtakt sollte für diese Möglichkeit neu berechnet werden, damit er vor allem robuster gegenüber Fahrzeitverzögerungen wird. Dafür setze ich mich in Berlin weiterhin ein.

Die massiv angespannte Haushaltslage auf Bundesebene macht es zwingend notwendig, auch bei Infrastrukturprojekten zu priorisieren und die Kosten von Neu- und Ausbauprojekten genau im Blick zu haben. Mit einem zusätzlichen Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ist selbst die Instandhaltung der Bestandsstrecken kaum möglich. Da inzwischen erhebliche Projektkosten im zweistelligen Milliardenbereich für die nun vorgestellten Projektvarianten prognostiziert werden, muss aus meiner Sicht ohnehin eine Entscheidung zugunsten einer kostengünstigen und wirtschaftlichen Variante getroffen werden. Dazu werde ich weiter intensiv mit der Deutschen Bahn und dem Bundesverkehrsministerium an einer Lösung im Sinne der Menschen im Kreis Herford und Bad Oeynhausen arbeiten.

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