Fahrschulreform: Bezahlbar ja – aber nicht auf Kosten der Sicherheit

Am vergangenen Mittwoch waren Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer aus dem Kreis Herford, Bad Oeynhausen und Bielefeld bei mir im Wahlkreisbüro zu Gast. Wir haben uns intensiv über die geplante Reform der Fahrschulausbildung ausgetauscht und ich habe viel mitgenommen.

Die Ausgangslage ist klar: Mit durchschnittlich rund 3.400 Euro ist der Führerschein für viele junge Menschen zu einer echten finanziellen Hürde geworden. Gerade im ländlichen Raum ist er aber Voraussetzung für Ausbildung, Arbeit und Alltag. Das Ziel der Reform, die Ausbildung günstiger und flexibler zu machen, ist daher richtig.

Doch die Praxis meldet deutliche Bedenken. Besonders kritisch sehen die Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer drei Punkte: die geplante vollständige Verlagerung des Theorieunterrichts ins Internet, die Reduzierung von Überlandfahrten, Autobahn- und Nachtfahrten sowie eine erweiterte Laienausbildung. 

Gerade letztere lehnen viele aus der Praxis klar ab – sie befürchten höhere Unfallrisiken und steigende Versicherungskosten. Und sie haben recht: Sicherheit darf nicht dem Spargedanken geopfert werden.

Was stattdessen helfen würde? Schnellere Behörden, mehr Prüfungskapazitäten und weniger Bürokratie, denn ein wesentlicher Kostentreiber liegt gar nicht in der Fahrschule, sondern in den Verwaltungsprozessen und einem veränderten Verhalten vieler Fahrschülerinnen und Fahrschüler mit längeren Ausbildungszeiten.

Diese Impulse nehme ich mit nach Berlin. Ich werde Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder einen Brief schreiben und ihm die Ergebnisse aus dem Gespräch mitteilen.

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