Vor einigen Tagen empfing der heimische Bundestagsabgeordnete Joachim Ebmeyer (CDU) Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer aus dem Kreis Herford, Bad Oeynhausen und Bielefeld in seinem Wahlkreisbüro. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die geplante Reform der Fahrschulausbildung.
Die Ausgangslage ist klar: Mit durchschnittlich rund 3.400 Euro ist der Führerschein für viele junge Menschen zu einer echten finanziellen Hürde geworden. Gerade im ländlichen Raum ist er aber Voraussetzung für Ausbildung, Arbeit und Alltag. Das Ziel der Reform, die Ausbildung günstiger und flexibler zu machen, ist daher richtig.
Doch die Praxis meldet deutliche Bedenken. Besonders kritisch sehen die Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer drei Punkte: die geplante vollständige Verlagerung des Theorieunterrichts ins Internet, die Reduzierung von Überlandfahrten, Autobahn- und Nachtfahrten sowie eine erweiterte Laienausbildung. Gerade letztere lehnen viele aus der Praxis klar ab – sie befürchten höhere Unfallrisiken und steigende Versicherungskosten.
„Verkehrssicherheit darf nicht dem Spargedanken geopfert werden“, betont Ebmeyer. „Kostentreiber liegen unter anderem auch in den Verwaltungsprozessen. Schnellere Behörden, mehr Prüfungskapazitäten und weniger Bürokratie – das wären die richtigen Hebel.“ Ebmeyer kündigte an, die Ergebnisse des Gesprächs direkt an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder weiterzuleiten. „Ich werde dem Minister einen Brief schreiben und ihm die Rückmeldungen aus der Praxis mitteilen.

