Am Samstagvormittag fand unser traditioneller Jahresempfang des CDU-Kreisverbandes Herford in der Aula des Widukind-Gymnasiums in Enger statt. Rund 300 Gäste aus Kommunalpolitik, Partei sowie Vertretern aus Vereinen und der heimischen Wirtschaft waren dabei.
Für mich als CDU-Kreisvorsitzender war dieser Empfang auch ein Moment des Innehaltens: Die CDU hat im Wittekindsland Vertrauen gewonnen und trägt nun Verantwortung in den Rathäusern und im Kreishaus. Diese Verantwortung nehmen wir ernst. Ich sprach aber auch das an, was uns alle bewegt: die geplante Schließung der Herforder Brauerei. Herforder Pils ist nicht nur ein Bier, es ist Teil unserer regionalen Identität. Die Entscheidung des Unternehmens wirkt angesichts vorheriger Investitionen und Standortzusagen wie ein Vertrauensbruch und das darf nicht kommentarlos bleiben.
Dann übernahm Karl-Josef Laumann das Mikrofon. Der NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender lieferte eine knappe Stunde Klartext zur Lage der Nation. Er machte deutlich, wo es hakt: In Deutschland gingen im vergangenen Jahr 178.000 Arbeitsplätze in der Fertigung verloren. Zu hohe Energiekosten, fehlende Investitionen und sinkende Wettbewerbsfähigkeit seien zentrale Probleme. Zur Energiepolitik war er unmissverständlich: Regenerative Energien seien wichtig, müssten sich aber endlich am Markt behaupten und dürften nicht länger auf Subventionen angewiesen bleiben.
Ausführlich sprach Laumann auch über die sozialen Sicherungssysteme. Beim Rentenbeitragssatz mahnte er: Wir dürfen nur ausgeben, was wir einnehmen. Sozialpolitik gehöre zum Sicherheitsbedürfnis der Menschen und sei kein Luxus. Und zur AfD sagte er das, was gesagt werden muss: Diese Partei stehe weder für Demokratie noch für ein geeintes Europa.
Ein starker Vormittag, mit einem starken Redner. Genau das, wofür unser Jahresempfang steht.

