Am vergangenen Samstag, dem 23. Mai, war ich beim ersten Herforder Ehrentag dabei und es war ein besonderer Termin. Nicht wegen großer Reden oder politischer Beschlüsse, sondern wegen eines schlichten, aber kraftvollen Zeichens: Wer sonst immer für andere da ist, sollte sich setzen. Und wir haben serviert.
Ab 15 Uhr nahmen rund 300 Ehrenamtliche an der festlich gedeckten langen Tafel des Engagements in der Fußgängerzone Platz, bewirtet unter anderem von Bürgermeisterin Anke Theisen, Landrat Mirco Schmidt, den Stadtratsmitgliedern Christoph Büker und Andreas Gorsler sowie mir.
Bereits am Vormittag präsentierten sich 45 Herforder Vereine, Initiativen und ehrenamtlich engagierte Gruppen auf dem Münsterkirchplatz, dem Alten Markt, dem Linnenbauerplatz und dem Neuen Markt und gaben ein lebendiges Bild dessen, was unsere Stadt zusammenhält.
Das Ehrenamt ist kein nettes Extra. Es ist das Fundament. Ob in der Feuerwehr, im Sportverein, in der Nachbarschaftshilfe oder im politischen Bereich: Ohne die vielen Menschen, die täglich ihre Zeit und ihr Herzblut einbringen, würde in unserer Region vieles nicht funktionieren.
Der Ehrentag ist eine Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, ausgerufen zum Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai, und damit ein bewusstes Signal, dass Demokratie nicht nur in Parlamenten stattfindet, sondern überall dort, wo Menschen füreinander eintreten.
Ich bin dankbar, dass die Stadt Herford diesen Tag so engagiert mitgestaltet hat. Und ich bin dankbar für jeden Einzelnen, der weiß: Mitmachen lohnt sich.

