Am vergangenen Montag hat Bundesminister Karsten Wildberger das Memorandum of Understanding „Bestes Netz für Deutschland“ unterzeichnet, eine gute Nachricht für den Digitalstandort Deutschland. Bund, Länder, Kommunen und die Telekommunikationsbranche ziehen ab sofort noch stärker an einem Strang, um den Glasfaser- und Mobilfunkausbau in Deutschland voranzubringen.
Die Realität zeigt, warum das notwendig ist: Knapp die Hälfte der Haushalte in Deutschland hat noch keinen Glasfaseranschluss. Gerade in ländlichen Regionen wie OWL ist schnelles, zuverlässiges Internet aber keine Frage des Komforts, sondern eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit, der Bildung und gleichwertiger Lebensverhältnisse.
Die Telekommunikationsbranche sagt allein für dieses Jahr Investitionen von rund 8,5 Milliarden Euro in Glasfaser- und 2,4 Milliarden Euro in Mobilfunknetze zu. Damit sollen 2026 rund 5,6 Millionen Glasfaseranschlüsse bereitgestellt werden, davon rund 3,1 Millionen direkt nutzbar. Auch für 2027 und 2028 sind Milliardeninvestitionen vorgesehen.
Wichtig ist mir dabei besonders: Genehmigungsverfahren sollen schneller werden, und der Fortschritt wird erstmals transparent mit klaren Kennzahlen gemessen. So lässt sich nachvollziehen, ob die Versprechen auch wirklich umgesetzt werden, und das ist gerade beim Netzausbau überfällig. Passend dazu hat das Bundeskabinett am Mittwoch die Novelle des Telekommunikationsgesetzes beschlossen. Damit sollen Glasfaser- und Mobilfunkausbau durch effizientere Verfahren, weniger Bürokratie und kürzere Genehmigungsfristen weiter beschleunigt werden. Die Novelle wird nun dem Parlament zugeleitet.

