Anlässlich des 150. Geburtstags von Konrad Adenauer hat die Konrad-Adenauer-Stiftung in Herford eine Ravensberger Runde im Auditorium auf dem Bildungscampus veranstaltet. Christopher Beckmann von der Stiftung eröffnete mit einem Impuls zu Adenauers außenpolitischem Erbe: Westintegration und militärische Sicherheit über die NATO als tragende Säulen, gerade angesichts der Zweifel an der transatlantischen Partnerschaft seit der Trump-Administration.
In der Podiumsdiskussion diskutierte ich gemeinsam mit Vanessa Vohs (Universität der Bundeswehr München), Jörg Greiffendorf (Deutscher Bundeswehrverband) und Elmar Brok (langjähriges EU-Parlamentsmitglied).
Vanessa Vohs machte deutlich, dass militärisches Handeln für Europa derzeit kaum ohne die USA möglich sei, Geld allein aber genauso wenig reiche wie der politische Wille ohne ausreichende Mittel. Elmar Brok verwies auf das deutsch-französische Panzerprojekt MGCS, dessen Einführung erst 2040 bis 2045 geplant ist, und mahnte eine Vereinheitlichung der Waffensysteme in Europa an.
Diskutiert wurde auch das aktuelle EU-Weißbuch zur europäischen Verteidigung sowie die Wehrpflicht-Debatte: Die Proteste junger Menschen sind legitim, dennoch müssen Wehrertüchtigung und NATO-Doppelbeschluss vermittelt werden. Ich selbst habe in der Runde an Adenauers Diktum erinnert, dass es darum geht, vom „Objekt zum Subjekt“ zu werden, heute bezogen auf Europa als Ganzes.

